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Champagnerhäuser

Champagnerhäuser

Die Champagne ist das weltweit bekannteste und berühmteste Weinbaugebiet. Doch das war nicht immer so, wie die Geschichte zeigt. Aber wie ist sie so berühmt geworden und welchen Betrag leisteten hierzu die bekanntesten Champagnerhäuser?

Alles begann im 17. Jahrhundert. Zu dieser Zeit war der Champagner ein einfacher Weißwein, der in Paris und am königlichen Hof angeboten wurde. Der Champagner wurde damals sogar als besonders einfacher Wein wahrgenommen, kam er doch „vom Feld“, französisch „le champs“.

Erst die Entwicklung der Flaschengärung Mitte des 17. Jahrhunderts machte aus einem einfachen Landweißwein das, was wir heute als den Champagner kennen. Federführend bei dieser Entwicklung war der Benediktinermönch Dom Pérignon in der Abtei von Hautvillers. Er setzte gezielt Zucker ein, um den Weinen Frische und Perlage zu verleihen. Auch entwickelte er die Kelterung weißer Weine aus roten Trauben und fügte verschiedene Weine zu ganz neuen Kompositionen zusammen. Heute gehört Dom Pérignon zu den renommiertesten Champagnerhäusern und stellt ausschließlich Jahrgangschampagner her.

Dom Thierry Ruinart, ein weiterer aus der Champagne stammender Benediktinermönch entwickelte und förderte die Herstellung des Champagners und gab sein Wissen an seinen Neffen Nicolas weiter, der 1729 in Reims das erste Champagnerhaus gründete. Nicolas Ruinart setzte sich dafür ein, dass der Transport von Champagnerflaschen offiziell erlaubt wurde, kein leichtes Unterfangen, wenn man bedenkt, wie gefährlich dieser im 18. Jahrhundert war.  Der unzulängliche Verschluss der Flaschen, die Nachgärung in den Flaschen und der Transport in Kutschen sorgten damals noch für explosive Fracht.

Das heute größte Champagnerhaus Moët & Chandon wurde 1742 von Claude Moët in Epernay gegründet. Er begann, Weine aus der Champagne nach Paris zu exportieren. Im Jahr 1794, während der französischen Revolution, kaufte Jean-Remy Moët das ehemalige Benedektinerkloster Hautvillers.  Er war ein Freund Napoleon Bonapartes, und machte seinen Champagner am kaiserlichen Hof populär. Schon bald begann er, Champagner in andere europäische Länder und in die USA zu exportieren. 1833 erweiterte Moët den Firmennamen um den Namen „Chandon“, als er die eine Hälfte des Unternehmens an seinen Sohn Victor Moët und die andere an seinen Schwiegersohn Pierre-Gabriel Chandon de Briailles übergab.

Interessant ist auch die Geschichte des Champagnerhauses Heidsieck: Florenz-Ludwig Heidsieck wanderte 1777 aus dem westfälischen Brockhagen nach Reims aus und gründete 1885 sein eigenes Champagnerhaus. Auch er bemühte sich darum, den Wein in Flaschen an den königlichen Hof zu bringen und hatte bei Königin Marie Antoinette Erfolg, indem er ihr einen Champagner widmete. Heute ist sein Name in den Champagnerhäusern Monopole Heidsieck und Piper Heidsieck zu finden, die sich beide auf den ehemaligen Tuchhändler aus Westfalen gründen

Eines der wenigen großen Champagnerhäuser, die heute noch in Familienbesitz sind, ist Roederer in den Bergen von Reims gelegen. Louis Roederer erbte 1833 das Weingut seines Onkels und baute es zu einem der größten und berühmtesten aus. Insbesondere der Champagner Roederer Cristal erhält jedes Jahr größte Anerkennung  und Auszeichnungen.

Klein, fein und edel ist das 1843 in Reims von dem aus Mainz stammenden Unternehmer Johann-Joseph Krug gegründete Champagnerhaus Krug. Seine Champagner zeichnen sich durch ihre äußerste Exklusivität und feinste Perlage aus.

Heute kaum vorstellbar, war der Champagner bis ins 19. Jahrhundert trübe, weil die Hefe der zweiten Gärung in der Flasche verblieb. Eine findige Frau, Veuve Clicquot, erfand 1806 zusammen mit ihrem deutschstämmigen Kellermeister Antoine Müller und mit Alfred Werlé das Rütteln und Degorgieren des Champagners. Diese sehr zeitintensiven, arbeitsaufwändigen und oftmals in Handarbeit durchgeführten Techniken erklären den relativ hohen Preis des Champagners.

Die Geschichte der Champagnerhäuser kennt einige berühmte Frauenfiguren, welche oftmals erst nach dem Tode ihrer Gatten in die Verantwortung der Unternehmensleitung kamen. So auch die Witwe Louise Pommery, die 1860 nach dem Tod ihres Mannes die Geschicke dieses berühmten Hauses übernahm. Sie erkannte als eine der ersten die Bedeutung der von römischen Soldaten in den Kreidefelsen geschlagenen Felsgänge zur Lagerung des Weins. Darüber hinaus bemerkte Luise Pommery bemerkte schon früh, dass bei den Engländern eine größere Nachfrage nach trockenerem Champagner bestand. Um dieser Gerecht zu werden, entwickelte Pommery den „Brut nature“ und wurde dadurch einige Jahre später zur Erfinderin des „Brut“-Champagners.

Ebenso noch heute im Familienbesitz ist das Champagnerhaus Taittinger. 1915 war der aus dem Moselle stammende Pierre-Charles Taittinger als Kavallerieoffizier im Château de la Marquetterie, einem Schloss bei Epernay stationiert. Sechzehn Jahre später erwarb er gemeinsam mit seinem Schwager das Haus Forest & Fourneaux sowie das Chateau und ein Haus im Zentrum von Reims, das früher der Sitz der Grafen der Champagne war. Die heutige Generation der Familie Taittinger ist frisch und jugendlich und ergänzt das elegante Sortiment mit modernen Verpackungen wie die Bubble Verpackung oder dem einmaligen mit einem Hologramm verzierten Etikett auf der WM-Edition.